Ende 1848 traf Theodor Fontane (1819-1898) ein „Sonnenstrahl des Glücks“, wie er es selbst nannte.
Er erhielt das Angebot, im Krankenhaus Bethanien in Berlin-Kreuzberg zwei Diakonissen auf ihre Prüfung für den Apothekerinnen-Beruf vorzubereiten. Das bedeutete für ihn ein Jahr lang „freie Kost und Logis“ und viel Zeit zum Schreiben. In dieser Zeit erlebte er aber auch die Revolution 1848/49. Nach Bethanien fasste er zwei Entschlüsse: seine Verlobte Emilie Rouanet endlich zu heiraten und seine Existenz fortan „auf den Vers zu stellen“, das heißt als freier Schriftsteller zu arbeiten.
Bethanien und die Apotheke existieren heute noch, aus dem ehemaligen Krankenhaus ist ein Kulturzentrum geworden und aus der Fontane-Apotheke ein Museumsraum, der mit seinem alten Mobiliar an die Fontane-Zeit erinnert.











